Stand Ende Juni 2017

Die Rauchschwalbenbruten 2017 befinden sich derzeit auf dem Höhepunkt der ersten Brut. Die Schwalben sind dieses Jahr sehr spät zu ihren Brutplätzen im Kohrener Land zurückgekehrt. Viele kamen erst Ende April aus den Winterquartieren in Afrika zurück. Die Mehrheit der Altvögel war aufgrund der Kälte Anfang Mai noch nicht zurückgekommen. Sie begannen dann erst Ende des Monats mit der Brut. Jetzt sind in vielen Nestern Jungvögel aufzufinden oder bereits flügge. Eine Besonderheit in diesem Jahr: An vielen Brutplätzen erschienen selbst Mitte Juni noch Rauchschwalben neu zur Brut Das Jahr 2017 stellt sich im Kohrener Land als ein durchschnittliches Schwalbenjahr dar. Es halten sich etwa genauso viele Brutpaare wie in den Vorjahren in der Region auf. Jedoch weisen die Nester der brütenden Rauchschwalben dieses Jahr hohe Eianzahlen auf. In über 70 Prozent der Nester finden sich 5 Eier, auch 6er Bruten sind dieses Jahr keine Seltenheit. Wir konnten auch dieses Jahr wieder mehrere Rauchschwalben kontrollieren, die schon vor drei und vier Jahren an dem gleichen Brutplatz ihre Jungvögel aufzogen. So in Niederpickenhain und Benndorf.

LVZ (Borna-Geithain), 30.06.2017, S. 32

LVZ (Borna-Geithain), 10.06.2017, S. 30

Naturschützer aus dem Kohrener Land in Andalusien

Ende April verweilten Mitglieder der GRÜNEN LIGA Kohrener Land eine Woche im Naturpark Sierra de Aracena y Picos Aroche auf ornithologischer Frühjahrstour. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Vogelberingern aus Sevilla untersuchten sie populationsökologisch und –dynamisch eine Rauchschwalbenkolonie und Einzelbrutplätze auf der Dehesa der Stiftung Montemediteraneo in St. Olalla Cala, ungefähr 60 Kilometer nördlich von Sevilla (http://fundacionmontemediterraneo.com/).
Die Naturschützer haben sich als Aufgabe gestellt, Alt- und Jungschwalben mit Fußringen der spanischen Vogelwarte in Madrid zu markieren, verschiedene körperspezifische und nistplatzspezifische Daten zu erheben. Diese Daten sollen mit den Daten aus dem Kohrener Land verglichen und bewertet werden. Ziel der Forschung ist ein umfassender Schutz der Brut- und Zugplätze der Art. Im nächsten Jahr ist wieder eine Reise in die Kork- und Steineichenwälder Andalusiens geplant, um die 2017 markierten Vögel zu kontrollieren und dann wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Insgeheim hoffen die Ornithologen, dass die markierten Rauchschwalben im Winterhalbjahr in Afrika kontrolliert werden.

LVZ, 18.04.2017

Stand Anfang April 2017

Die erste zurückgekehrte Rauchschwalbe dieses Jahr wurde am 2. April in Kleineschefeld beobachtet. In den nächsten Tagen und Wochen werden die übrigen Rauchschwalben aus Afrika im Kohrener Land zurückkommen. Die Mehrheit der Tiere ist allerdings erst zwischen Mitte April und Anfang Mai an ihren Brutplätzen wieder zu erwarten. Unsere Kollegen in der nördlichen Toskana konnten bereits vor Mitte März die ersten Rauschwalben beobachten. Bitte lassen Sie schon ab Anfang April die Brutplätze, an denen die Schwalben erwünscht sind, offen. Sprühen Sie spätestens jetzt keine Insektenvernichtungsmittel (Insektizide) mehr und führen auch keine Holzbehandlung mit synthetischem Mitteln in Räumen, wo die Rauchschwalben brüten, mehr durch. Rauchschwalben benötigen für ihre Nahrung ein ausreichendes Angebot an Insekten. Deshalb mögen sie besonders Gehöfte mit Tierhaltung und besonders die, welche noch einen Misthaufen aufweisen. Dort, wo in den letzten Jahren Rauchschwalbennester mangels der Qualität des Baumaterials abgefallen sind, sollten Kunstnester angebracht werden. Der Bezug ist preiswert über den Naturschutzbedarf Strobel in Schmölln (siehe Kontakte) möglich.

   

Stand November2016

Die meisten Rauchschwalben haben Ende September das Kohrener Land in Richtung Afrika verlassen. Bis Anfang Oktober konnten noch kleinere Gruppen der Art im Gebiet der Eschefelder Teiche beobachtet werden. Hier rasteten dieses Jahr relativ wenige Schwalben. An einigen Tagen im September waren aber bis zu 2.000 Tiere Schlafgäste im Schilf der Teiche zu beobachten. Wir haben dieses Jahr am Schlafplatz über 300 Schwalben mit Ringen der Beringungszentrale Hiddensee markiert.

Anfang Oktober war die GRÜNE LIGA wieder zu Gast in der ornithologischen Station Ventes ragas ( www.vros.lt/) am Kurischen Haff und unterstützte die Kollegen bei der Beringung von Kleinvögeln auf dem Herbstzug in Richtung Winterquartier. Am 2. Oktober 2016 wurden hier 5.700 durchziehende Vögel mit Aluminiumringen der litauischen Vogelwarte markiert. Anfang November erreichten die drei von uns wiedergefundenen Geolokatoren aus dem Kohrener Land die Schweizerische Vogelwarte Sempach zur Auswertung. Wir sind sehr gespannt auf die Daten die mit dieser neuen Technologie erhoben wurden.

   

Stand Anfang September 2016 - Geolokatoren konnten geborgen werden

Die Rauchschwalben-Brutsaison 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Es ist ruhig geworden- die meisten Einzelbrutplätze im Kohrener Land haben die Schwalben vor wenigen Tagen verlassen. In einigen Kolonien sind noch wenige die Brutpaare mit ihren Jungvögeln anwesend.

Wir konnten auch dieses Jahr wieder in einigen Orten Altvögel feststellen, die über drei bis vier Jahre am gleichen Platz brüteten. So in Benndorf und Wenigossa. Einen schönen Wiederfund machten wir Ende August in Benndorf. Hier kontrollierten wir eine Brutschwalbe, die am 19.05.2016 bei Savignano in der Region Emilia Romagna markiert wurde. Diese Schwalbe ist damit sehr spät aus ihrem Winterquartier in Afrika zu uns zurückgekehrt.

Die Rauch- und Uferschwalbenschlafplatz im Röhricht der Eschefelder Teiche ist dieses Jahr wieder besetzt. Hier nächtigen zur Zeit 150 – bis teilweise 1.500 Tiere, von denen wir einige mit Ringen der Vogelwarte Hiddensee markieren. Wir konnten hier auch Rauchschwalben, die in der Region brüten und in den Vorjahren markiert wurden, wiederfinden.

   

   

Stand Juli 2016 - Geolokatoren konnten geborgen werden

Im Juni ist uns ein großer Erfolg geglückt: Wir haben in Kolka und Benndorf drei Vögel mit Geolokatoren wieder gefunden. In Kolka glückte uns sogar der Wiederfund eines Paares mit den Datenträgern. Die Altvögel hatten diese im vorangegangenen Jahr erhalten. Nun wird es möglich sein, den Wanderweg der Tiere in den letzten 11 Monaten zu rekonstruieren. Die Lokatoren werden im September zur Auswertung in die Schweiz geschickt. Ende des Jahres ist mit Ergebnissen zu rechnen. Das Jahr 2016 ist ein etwas überdurchschnittlich für die Rauchschwalbe im Kohrener Land. Es brüten hier mehr Paare als in anderen Jahren. Die Ei- und Jungenanzahl bewegt sich in normaler Höhe. Nur wenige Verluste von Eiern und Jungvögeln mussten wir festgestellen. Die Jungen der ersten Rauchschwalbenbrut im Kohrener Land sind jetzt ausgeflogen. Obwohl einige Paare erst Ende Juni mit ihrer ersten Brut begonnen haben. Einige Altvögel sitzen nun schon auf den Eiern der zweiten Brut. Wir konnten auch in diesem Jahr wieder eine Brutorttreue von Altvögeln über eine Dauer von bis zu drei bzw. vier Jahre beobachten. Interessant sind auch Wiederfunde von Schwalben, die am Schlafplatz in den Eschfelder Teichen markiert wurden und jetzt an verschiedenen Stellen des Kohrener Landes brüten. Dies zeigt wieder einmal die enorme Bedeutung des Teichgebietes auch für den Zug von Schwalben.

   

Stand Mai 2016

Die Rauchschwalben brüten dieses Jahr sehr spät. Am 23. Mai hatten mehr als 60 Prozent der Nester noch keine Eier. Das hat sicher mit dem kalten Wetter Ende April und den kühlen Eisheiligen zu tun. Jedoch konnten wir auch schon die ersten Jungvögel und in Benndorf bei einer Brut sogar schon flügge Jungvögel beobachten. Die Trockenheit seit Ende April machte sich auch bemerkbar. Es sind wenig neue Nester gebaut worden und nur Anbauten an alten Nestern erfolgt.

   

Stand April 2016

Die ersten Rauchschwalben waren in diesem Jahr bereits am 1. April in den Gehöften des Kohrener Landes zu beobachten. Ein weiterer Teil kehrte Mitte bis Ende April aus dem Überwinterungsgebiet in Afrika ins sächsische Brutgebiet zurück. Es folgten einige Rückkehrer Anfang Mai. Jetzt müsste die Brutpopulation hier fast vollständig im Kohrener Land sein.

In diesem Jahr wird die GRÜNE LIGA Kohrener Land die Gehöfte mit Rauchschwalbenbruten nur stichpunktartig kontrollieren. Den Schwerpunkt unserer Arbeit stellt die Bergung eines Teils der 20 Geolokatoren dar, die im Vorjahr an Altvögeln angebracht wurden Wir erhoffen uns wichtige neue Erkenntnisse zum Zug der Rauchschwalbe. Außerdem werden wir uns auf Kontrollen des Schlafplatzes der Art in den Eschefelder Teichen konzentrieren.

   

Stand November 2015

In den letzten Jahren wurden mehrfach unsere Rauchschwalben am Schlafplatz in Louny (Teplice) in lockeren Typha-Phragmites-Beständen kontrolliert. So übernachtete auch Brutvogel aus dem Kohrener Land, der dieses Jahr in Jahnshain brütete, schon im August 2015 bei Louny. Wir waren am 6. September 2015 bei den tschechischen Kollegen zu Gast an einem Schlafplatz mit ca. 5. -6.000 Rauch- und Mehlschwalben. Wir halfen in der Nacht beim Beringen der 685 gefangenen Ufer- und 560 Rauchschwalben. Eine Besonderheit: Im Röhricht schlafen hier auch Grauammern.

Anfang Oktober besuchten wir die Fangstation Ventes ragas am Kurischen Haff in Litauen. 2013 hielten sich hier noch am 2. Oktober ca. 20. 000 Rauchschwalben auf dem Zug auf. Dieses Jahr waren die Schwalben schon weggezogen. Wir halfen den Kollegen bei Zugvogelfang mit großen Reusenanlagen von Blau-, Kohlmeisen und Buchfinken. Am 3. Oktober wurden hier über 1.800 Vögel markiert.

   

Stand 1.09.2015

Der Dauerregen Mitte August hat im Kohrener Land wieder Verluste an Jungvögeln und Gelegen mit sich gebracht. Wir haben im August im Kohrener Land 20 Altvögel der Rauchschwalbe mit Geolokatoren markiert. Nun sind wir in der Hoffnung, sie nächstes Jahr wieder an ihren Brutplätz kontrollieren zu können. Dann ist es möglich, die Daten der letzen zwölf Monate auszulesen. Und wir werden sicher vollkommen neue und bahnbrechende Erkenntnisse zum Zug der Rauchschwalbe aus unserer Region erhalten. Die Geolokatoren wurden von der Vogelwarte Sempach in Kooperation mit der Fachhochschule Bern entwickelt (siehe: http://www.vogelwarte.ch ) Die Jungvögel der letzten zweiten Bruten und ggf. dritten Bruten befinden sich noch in den Nestern auf den Gehöften im Kohrener Land. Über 80 Prozent der Altvögel hat hier bereits die Gehöfte verlassen. Ein Altvogel, der in Jahnshain markiert wurde, konnte letztes Wochenende bei Teplice in Tschechien kontrolliert werden.Nachdem der Schwalbenschlafplatz im Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche schon sehr früh besetzt war, konnten wir kaum Vögel im Verlaufe des Augustes hier feststellen. Ende August wurde der Schlafplatz wieder besucht und wir haben über 70 Rauch- und Uferschwalben mit Ringen der Vogelwarte Hiddensee markiert.

Stand 1.08.2015

2015 kann im Kohrener Land als ein etwas unterdurchschnittliches Jahr für die Rauchschwalbe bezeichnet werden. Es brüteten während der ersten Brut etwas weniger Schwalbenpaare im Gebiet als in den Vorjahren, jedoch mit guten Erfolgen. Die kühlen Temperaturen Mitte Juni führten zu Verlusten von einigen Bruten. Einige Grundstückbesitzer beklagen dieses Jahr, dass weniger Mehlschwalben auf den Gehöften brüten. Mittlerweile läuft die 2. Rauchschwalbenbrut auf Hochtouren. An einigen Orten brüten jetzt mehr Paare mehr als in der 1. Brut. Einige Jungvögel der 2. Brut sind bereits ausgeflogen. Aber viele Junge sitzen noch im Nest. Einigerorts liegen auch noch Eier im Nest. Wir konnten auch einige Altvögel wieder am gleichen Brutort nachweisen, wie ein Pärchen, dass nun das 5. Jahr in Folge am gleichen Ort, in Benndorf, brütet. Interessanterweise ist der Rauchschwalbenschlafplatz im Naturschutzgebiet Eschfelder Teiche schon seit etwa Mitte Juni besetzt. Hier übernachten zur Zeit bis zu 1.500 Rauchschwalben, vorwiegend Jungvögel.

Ecolodge im Regenwald

Uns erreichen aktuelle Bilder aus Nigeria: Mit Spenden der GRÜNEN LIGA konnte die Ökolodge am Überwinterungsplatz der Rauchschwalbe im Cross River State National Park fertig gestellt werden. [mehr...]

Stand Juni 2015

Stand 15.06.Wir begannen in den letzten Tagen mit den stichprobenartigen Erfassungen der Rauchschwalbe im Untersuchungsgebiet. An vielen Orten haben die Schwalben fast flügge Jungvögel. Jedoch liegen an einigen Orten noch keine Eier im Nest, obwohl die Altvögel schon lange am Brutort sind und ihr Revier energisch verteidigen.

Stand Mai 2015

Die ersten Rauchschwalben zeigten sich dieses Jahr Anfang April an ihren Brutplätzen im Kohrener Land. Das Gros der Schwalben kehrte aber erst Ende April, Anfang Mai aus dem Winterquartier in Afrika zurück. Mitte Mai hatten viele Paare noch nicht mit dem Brutgeschäft begonnen. Die GRÜNE LIGA wird 2015 ihre Projektarbeit fortsetzen. Jedoch können in diesem Jahr die Brutplätze nur stichprobenartig besucht werden. Wir werden mit unseren Arbeiten Ende Mai/Anfang Juni starten.

Stand November 2014

Schlafplatz in den Eschefelder Teichen auch 2014 wieder belegt

Auch 2014 war der Rauchschwalbenschlafplatz im dichten Schilf der Eschefelder Teiche wiederbesetzt. Jedoch befand er sich in diesem Jahr an einer anderen Stelle im Teichgebiet. Der Großteichfiel aufgrund der geringen Niederschläge bis Mitte Mai trocken und das Röhricht entwickelte sich nurspärlich. Wir mussten lange suchen, bis wir wieder einen Schlafplatz entdeckten. De fanden wir,allerdings erst ab Mitte August. Zuvor nächtigten an dieser neuen Stelle große Mengen Stare. Der Höhepunkt des Rauchschwalbenzuges war dieses Jahr am 27. August mit ca. 3000 Tierenerreicht. Am 5. September konnten wir noch einmal 1.500 schlafende Individuen beobachten. Mitte September übernachteten bis 1.000 Individuen im Teichgebiet. 2014 konnten wir insgesamt amSchlafplatz 307 Rauchschwalben und acht Uferschwalben mit Ringen der BeringungszentraleHiddensee markieren. Zwölf Rauchschwalben aus unserem Untersuchungsgebiet haben wir amSchlafplatz wiedergefangen. Ende September wurde der Schlafplatz dann aufgegeben und die letzenSchwalben verließen unser Gebiet Richtung Afrika. Eine Besonderheit: Im September gingen uns neben mehreren Eisvögeln, einer Bekassine auch eine junge Zwergdommel ins Netz.

Stand September 2014

Ab Mitte August war im Kohrener Land zu beobachten, dass sich die Jungvögel schon sammelten. Es wurden aber auch 3. Bruten noch vorgenommen. Durch die schon kalten Nächte kam es auch zu Verlusten bei den Jungvögeln oder die Eier wurden nicht ausgebrütet, da auch die Altschwalben schon die Höfe verließen. Unser bisher angestammte Rauchschwalbenschlafplatz an den Eschefelder Teichen war dieses Jahr nicht besetzt. Das lag sicher am fehlenden Wasser im Großteich. Eine neuer konnte Mitte August am Ziegelteich gefunden werden. Wir vermuten, dass neben den normalen Zugbewegungen infolge der Nahrungssuche noch zusätzlich eine leichte Abdrift nach Norden erfolgte. Ein Wiederfund in der Nähe von Leipzig deutet darauf hin. Seit Ende August ist der Schlafplatz aber wieder und noch besetzt und wir konnten bis zu 3000 Rauchschwalben hier beobachten. Beim Fang konnten auch einige Wiederfunde erzielt werden, die belegen, dass der Schlafplatz von Schwalben des gesamten Untersuchungsgebietes genutzt wird und seine große Bedeutung unterstreichen.

Stand August 2014

Die aktuellen Beobachtungen zeigen, dass die 2. Brut fast abgeschlossen ist. Die Eier wurden ausgebrütet und viele Jungtiere sind bereits ausgeflogen. Nach den letzten kühlen Tagen ist festzustellen, dass es während der 2. Brut zu Verlusten gekommen ist. Außerdem war sehr auffallend, dass die Anzahl der Nestlinge sehr gering ist, oft sind es nur 2 oder 3. Bei den Fängen der Altvögel konnten wir einen bemerkenswerten Wiederfund machen. Nach mehrjähriger Pause des Fanges bei Familie Müller in Wüstenhain konnten wir ein Weibchen fangen, dass 2007 als Jungvogel beim Schlafplatzfang in Eschefeld beringt wurde. Es ist also 7 Jahre alt! Nun sind wir auf der Suche nach den 3. Bruten, wobei bis jetzt festzustellen ist, dass viele Schwalben die Höfe bereits verlassen haben. Auch ist der jahrelange Schlafplatz nicht besetzt und wir sind auf der Suche nach den Plätzen, wo sich die Rauchschwalben für den Zug gen Süden sammeln.

 
Stand Juli 2014

In einem sehr spannendem Rauchschwalbenjahr 2014 haben die Brutpaare Anfang Juli ihre erste Brut abgeschlossen. Nach einer Pause von 7 bis 10 Tagen wurde von den meisten der Weibchen eine zweite Brut gelegt. Jetzt, um den 25. Juli herum, sind die Jungvögel gerade geschlüpft oder die Eier werden noch bebrütet. Neben der relativ hohen Anzahl von 6er-Gelegen konnten in der 1. Brut auch vier 7er-Gelege entdeckt werden. Eine bisher noch nie dagewesene Besonderheit wurde während der ersten Brut beobachtet. Wir konnten je eine 9er-Brut und eine 10er-Brut zählen. Dabei handelt es sich aller Voraussicht nach um Mischgelege zweier Weibchen. Darauf weist die unterschiedliche Eifarbe hin. Die Ursache dafür ist noch zu erforschen. Insgesamt ist von einem durchschnittlichen Schwalbenjahr auszugehen, wobei lokale Schwankungen festzustellen sind.

 
 
 
 
 
Stand 5.06.14

Die Rauchschwalbe im Kohrener Land 2014

Nisthilfen für Rauch- und Mehlschwalbe 2014 für Grundstückbesitzer kostenfrei bestellbar Auch in diesem Jahr sind die ersten Rauchschwalben schon zu Beginn des Monats April im Brutgebiet aus dem zentralen Afrika zurückgekehrt. Das aber nur in einigen, wenigen Gehöften. Die meisten Grundstücksbesitzer mit Rauchschwalbenbruten, die wir befragten, relativierten diese Beo- bachtungen. Sie berichteten, dass die Schwalben frühestens um den 12. April, Ostern oder sogar erst Ende der ersten Maiwoche zurückgekommen sind. Das ist relativ spät. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen ist der Brutbestand 2014 aber ebenso hoch, wie im vergangenen Jahr. In der Woche vor Ostern waren Mitstreiter der GRÜNEN LIGA in Fondotoce am Lago Maggiore in Oberitalien www.illagomaggiore.com/4142,Poi.html unterstützend zum Zugvogelfang tätig. Hier bestätigte sich, dass die Rauchschwalben 2014 später in ihr Brutgebiet zurückkehrten. So wurden im Vergleich mit dem Vorjahr nur geringe Fangzahlen erzielt. Ende Mai begannen im Kohrener Land die meisten Brutpaare der Rauchschwalbe mit ihrer Brut und legten die ersten Eier. Um das späte Pfingsten 2014 haben viele Rauchschwalben die ersten Jungvögel. Einige Bruten mit älteren Jungen existieren ebenso. Die Mitarbeiter der GRÜNEN LIGA sind deshalb auch seit Ende Mai in Kohrener Land im wieder im Gelände unterwegs, um Untersuchungen und Beringungen an der Rauchschwalben zu vorzunehmen. Nisthilfen für Rauch- und Mehlschwalben kostenfrei verfügbar. In diesem Jahr kann die GRÜNE LIGA Grundstückbesitzern im Kohrener Land wieder kostenfrei Nisthilfen für Rauch- und Mehlschwalben zur Verfügung stellen. Machen Sie davon Gebrauch! Melden sie sich bei uns! Wir können diese Nisthilfen aufgrund einer Projektförderung durch den Freistaat Sachsen zur Verfügung stellen. Interessenten melden sich bitte bei Dipl. Biol. Jan Mitscherling, Tel. 0341 / 2467405 oder bei tomas.brueckmann@grueneliga.de.

 
 
 
 
 
 
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