Schutz der Rauchschwalben
Warum ?

Warum die Rauchschwalben geschützt werden müssen wird aus dem Absatz zur Bestandsentwicklung deutlich. --> s. Artikel unter "Allgemeines" Bestand und Bedrohung

Gerne werden bereits aus den Vorjahren bestehende Nester genutzt. Besonders die Männchen sind sehr Brutorttreu und kehren jedes Jahr in ihre angestammte Umgebung zurück.Am Bau des Nestes sind beide Partner in gleichem Ausmaß beteiligt und 8 - 12 Tage (Mitte der Saison oft nur noch 3 - 4 Tage) beschäftigt. Für den Nestbau werden vor allem Stroh und Lehm verwendet, die mit Speichel verklebt werden. Zur Auspolsterung dienen Heu, Tierhaare und Federn.


Ein Faltblatt, herausgegeben von der GRÜNEN LIGA Kohrener Land mit verschiedenen Informationen zum Thema Rauchschwalbe können Sie sich als PDF herunterladen, ansehen und ausdrucken. Erhältlich ist das Faltblatt auch beim ÖKOLÖWEN in Leipzig gegen Rückporto: www.okeloloewe.de, Tel. 0341 / 3065 185, E-Mail: info@oekoloewe.de, bei der Stadtverwaltung Kohren-Sahlis und dem Fremdenverkehrsverband in Gnandstein.

Druckgröße 400x210 mm, 2-seitig - 0,9 MB

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Was kann ich tun?
  • bestehende Nistplätze erhalten und neue schaffen
  • offene Fenster, Türen oder Durchfluglöcher von April bis Oktober
  • Alte Nester nicht entfernen
  • Aufliegeflächen für die Nester (Balken, Rohre, Lampen) erhalten bzw. neue schaffen
  • Raue saugfähige Wandoberflächen sorgen für bessere Haftung
  • Sicherheit vor Mardern und Katzen schaffen
  • Nicht alle Flächen versiegeln, Lehmpfützen und Wassertümpel werden zum Nestbau benötigt
Während der Brutzeit beachten:
  • keine Insektizide oder andere Gifte in den Gebäuden versprühen
  • runtergefallene Junge können zurück ins Nest, oder in ein anderes Nest gesetzt werden, Rauchschwalben nehmen diese (wieder) an
  • nach dem ersten Ausfliegen sollte das Gebäude noch ein paar Tage offen gehalten werden, die Jungen kommen über Nacht wieder zurück
Technische Lösungen
Um eine Ansiedlung der Schwalben aktiv zu unterstützen gibt es verschiedene technische Hilfestellungen und Lösungsvorschläge. Die einfachsten und kostengünstigsten Lösungen sind z.B. ein Nagel in der Wand oder ein schmales Brett, was als Stütze verwendet werden kann, oder ein sehr feiner Maschendraht, der an glatten Wänden besseren Halt für die Lehm-Speichelmischung bietet.
--> www.bauen-tiere.ch

  Wer darüber hinaus noch weitere Hilfen für die Rauchschwalben anbringen möchte, findet in Baumärkten oder auf verschiedenen Internetseiten Bauanleitungen für handwerklich bewanderte Leute und auch fertige Lösungen.
Recht leicht selbst zu bauen ist eine Nisthilfe, d.h. ein Brett, dessen Rand mit Leisten erhöht wurde und welches dann mit einem Winkel an der Wand befestigt wird. Auf diesem kann die Schwalbe ihr Nest bauen.
--> www.baumarkt.de

  Etwas weiter geht die Möglichkeit ein Kunstnest, was es aus Kunststoff hergestellt, komplett fertig zu kaufen gibt. Diese müssen von den Tieren nur noch ausgepolstert werden und bieten sich besonders in Gebäuden an, wo aufgrund der Wandbeschaffenheit mehrere Nester abgefallen sind. Diese haben sich schon sowohl an alten, als auch neuen Brutplätzen bewährt und werden immer wieder gern angenommen. --> infonet.vogelwarte.ch

Um Verunreinigungen durch Kot zu vermeiden, kann einfach ein Kotbrett ein Stück unterhalb des Nestes angebracht werden. Auch sehr dankbar sind die Vögel für einen über den Hof gespannten Draht, auf dem sie sich niederlassen können. Von einigen Bewohnern im Kohrener Land wurde beobachtet, dass die Schwalben deutlich weniger geworden sind, seit die Strom- und Telefonkabel unter die Erde verschwunden sind, diese aber nach dem spannen eines solchen Drahtes zurückkehrten und auch wieder auf dem Hof brüteten.

Das Schwalbenhaus
soll Nistplätze vordergründig für Mehlschwalbe anbieten. Es kann aber auch von Mauersegler, Hausrotschwanz und Bachstelze genutzt werden.
Im Inneren des Schwalbenhauses wurden auch Ansiedlungshilfen für Fledermäuse geschaffen.
 
 
Wer kann mir helfen?
Das Angebot an Nisthilfen im Internet ist recht umfangreich. Auch bieten einige Vereine und Organisationen viele Informationen und auch praktische Hilfe an.

  • Dipl.-Ing. Friedhelm Hensen, Büro für Naturschutz und ökologisches Bauen Cospudener Strasse 2, 04416 Markkleeberg-Zöbigker, Tel.: 0341-3588985; 0171-2702324,
    >> Artenschutzfachliche Begutachtung von Bauwerken, ökologische Baubetreuung, Lieferung und Beratung zu Nistsystemen für gebäudeabhängige Tierarten
    --> www.hensen-naturschutz.de


  • Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V., Ansprechpartner: Jan Mitscherling,
    Haus der Demokratie, Bernhard Göring Strasse 152, O4277 Leipzig,
    Mo-Fr 9.00 bis 17.00 Uhr, Tel.: 0341-3065171; E-Mail: naturschutz@oekoloewe.de
    >> hier oben genannte Broschüre "Tiere in Wohnungsnot" erhältlich
    --> www.oekoloewe.de


  • Naturschutzbedarf Strobel, Fachhandel und -beratung,
    Fa. Pröhl, Nitzschkaer Strasse 29, 04626 Schmölln OT Kummer,
    Ansprechpartner: Kathrin und Torsten Pröhl, Tel.: 03449-181877;
    E-Mail: naturschutzbedarf.strobel@t-online.de
    >> Nistkastenversand
    --> www.naturschutzbedarf-strobel.de


  • Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V., Ansprechpartner: Frank Meisel, Am Lerchenberg, 04552 Borna, Tel.: 03433-741150,
    E-Mail: oekostation-birkenhain@gmx.de
    >> Aufnahme bzw. Bergung junger, verletzter oder geschwächter Tiere, deren Erstversorgung, Behandlung, Unterbringung, sowie Auswilderung.
    --> www.oekostation-borna-birkenhain.de