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Großer Spendenaufruf!

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Internationales Hilfsprojekt für Rauchschwalben im Winterquartier!

Die Rauschschwalbe ist seit den 70er Jahren in Mitteleuropa dramatisch vom Rückgang bedroht. Ursache dafür sind einerseits die Nahrungsverluste für die bezaubernden Gebäudebrüter. Wo keine Viehhaltung mehr stattfindet, brütet kaum noch die Rauchschwalbe.

Andererseits wurde erst in den letzten Jahren entdeckt, dass die Schwalben an einigen ihrer afrikanischen Schlafplätzen in großer Zahl gefangen und verspeist werden.

 

Die Ernährung der lokalen ländlichen Bevölkerung in Südostnigeria ist stark abhängig von natürlichen Ressourcen. Sie isst Buschfleisch und kultiviert durch Brandrodung die Jamswurze. Weiterhin werden Bananen, Plantagenbananen und Maniok angebaut. Auch der Kakaoanbau gewinnt in der Region zunehmend an Bedeutung.

Leider zählt die Rauchschwalbe für die einheimische Dorfbevölkerung in Südnigeria zu einer wichtigen Proteinquelle. Aus uralter Tradition werden jährlich zehntausende Rauschschwalben für die Ernährung getötet. Seit 1995 mussten mehr als 200.000 Schwalben ihr Leben zum Zwecke der menschlichen Ernährung lassen. Das entspricht einer Masse von ca. 4 Tonnen Schwalbenfleisch.

Die Italienische Organisation Cibele Onlus setzt sich dafür ein, dass der Schwalbenschlafplatz von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert wird und die Dorfbewohner keine Schwalben zum Essen mehr fangen. Die Organisation kümmert sich Arbeit um die Schaffung alternativer Protein- und Einkommensquellen sowie die Bewusstseinsbildung zum Schutz der Schwalben.

1987 machte der britische Ornithologe John Ash in Südostnigeria eine bemerkenswerte Entdeckung. Er fand einen Rauchschwalbenschlafplatz ungeahnter Größe. An diesem sehr bekannten und größten Schlafplatz, der bis jetzt in Afrika gefunden wurde, überwintern zwischen Oktober und März jeden Jahres zwei bis sechs Millionen Rauchschwalben.

Mehr und mehr nationale und internationale Umweltverbände werden aktiv, um den Rauchschwalben zu helfen. In unserer Region forscht seit vielen Jahren die GRÜNE LIGA im Kohrener Land, einer landschaftlich sehr schönen Region südlich von Leipzig, an der Rauchschwalbe. Dies passiert in enger Kooperation mit dem Institut für Zoologie II der Universität Leipzig. Der Umweltverband beteiligt sich damit an dem internationalen Projekt „EURING Rauchschwalbe“. Innerhalb dessen untersuchen Wissenschaftler in ganz Europa sowie an Überwinterungsplätzen in Afrika südlich des Äquators die im Rückgang befindliche Vogelart.

 

Die italienische Organisation Cibele Onlus setzt sich vor Ort in Nigeria dafür ein, dass der Schwalbenschlafplatz von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert wird und die Dorfbewohner weniger oder keine Schwalben zum Essen mehr fangen. Die Organisation kümmert sich um Projekte zur Schaffung alternativer Protein- und Einkommensquellen und zur Information und Bewusstseinsbildung zum Schutz der Schwalben.

Die GRÜNE LIGA und viele andere Umweltverbände unterstützen dieses Projekt. Auch Sie können mit einer Spende helfen!


Spendenkonto

Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
Sparkasse Leipzig
Konto 112 113 15 61
BLZ 860 555 92

Verwendungszweck: Rauchschwalbe

Die Spenden werden ausschließlich für das Hilfsprojekt für Rauchschwalben in ihrem Überwinterungsort Ebekken in Nigeria eingesetzt. Sie sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten von uns eine Spendenquittung.


 

Bitte unterstützen Sie folgendes Projekt in Nigeria, jede noch so kleine Spende hilft!

1. Projektschwerpunkte

An erster Stelle stehen die Anstrengungen, die Jagd auf die Rauchschwalben als Nahrungsmittel einzudämmen. Als Alternative zur „Proteinquelle Rauchschwalbe“ ist geplant, in Zukunft Schneckenfarmen in Ebbaken aufzubauen. Diese Art von Fleisch ist den Einheimischen vertraut und sie nutzen es bereits während der Regenzeit.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg kann die Anstellung von zwei Einheimischen der Ebbaken-Dorfgemeinschaft zum Schutz der Schwalben sein. Diese sollen der Dorfgemeinschaft helfen, mehr über die Schwalben zu lernen und aufzeigen, wie man Verantwortung für sie übernehmen kann.

2. Bildung und Aufklärung

In der Vergangenheit kümmerte sich eine nichtstaatliche Organisation DIN um die Bildungsarbeit in Ebbaken. Sie zeigte der Dorfgemeinschaft Möglichkeiten auf, wie man das Elefantengras besser bewirtschaften kann. DIN entwickelte ein Konzept zum “Grasfeuermanagement” und lehrte es der lokalen Dorfbevölkerung. Dieses zeigt Ansätze für eine naturschutzgerechte Nutzung des Feuers.

Italienische Forscher organisierten Bildungsveranstaltungen in lokalen Schulen. Die Kinder entwickelten großes Interesse an dieser Art der Wissensvermittlung. Die Erfahrungen zeigen, dass die Dorfgemeinschaft Bildungsangebote über das gesamte Jahr benötigt und diese dann nicht nur ein bis zwei Wochen im Jahr angeboten werden dürfen.

Die Schwalbenjagd in Ebbaken wird hauptsächlich von Kindern aus den Dörfern durchgeführt. Deshalb sollen Bildungsprogramme zur Bewusstseinsbildung für Kinder und deren Eltern fortgesetzt und neu gestartet werden. Es ist notwendig Geld bereit zu stellen, um diese Bildungsarbeit auch auf die „Straße“ auszudehnen. Kosten für Unterrichtsmittel, wie einen Laptop, eine Wandtafel, Blei- und Farbstifte sind unbedingt notwendig.

 

3. Öffentlichkeitsarbeit

Der riesige Rauchschwalbenüberwinterungsplatz und die daraus resultierenden Probleme sind in Nigeria wie auch über die Ländergrenzen heraus kaum bekannt. Eine Öffentlichkeitskampagne soll deshalb gestartet werden, um die nigerianische und europäische Bevölkerung über die Projektinhalte zu informieren.

In Vergangenheit wurden erste gute Erfahrungen auf diesem Gebiet gewonnen. So konnte über das Internet ein erster Erfahrungsaustausch zwischen Europäischen Schulen und der Schule in Ebbaken begonnen werden.

In Ebbaken existiert ein „BOJE“ Naturschutz Club. Das ist ein Forum für Kinder und Jugendliche, die sich hier ab und an treffen. Im nahen Provinzstädtchen Calabar befindet sich ein Internetclub. Hier wäre möglich einen Internetchat zum Thema Rauchschwalbe aufzubauen und eine Website zu pflegen.

4. Tourismus

Der nigerianische Landesteil Cross River State ist der geeignetste Bundesstaat Nigerias, um den Tourismus als Einnahme zu entwickeln. In diesem Gebiet befindet sich auch ein wundervoller Platz zur Vogelbeobachtung.

Natürlich stellt auch der gigantische Schwalbenschlafplatz ein unvergessliches Naturschauspiel dar. Die Unterstützung des Baus eines lokalen Tourismusbüros und eines Gästehauses (Hautquartier zur Vogelbeobachtung) sollen die Entwicklung des Tourismus in Ebbaken ermöglichen.

2005 wurde in Ebbaken mit dem Bau eines Gästehauses und eines Bildungszentrums begonnen. Ziel ist, dass die Bevölkerung langfristig davon leben kann. Zur Zeit gibt es in Ebbaken noch keine solche Infrastruktur und viele Besucher verlassen die Region sehr schnell wieder.

Der nächste notwendige Schritt wäre, das Haus mit einer Dachkonstruktion und mit einem Dach zu versehen.

5. Projektmanagement

Es ist notwendig, eine Steuerungsgruppe, die all die beschriebenen Aktivitäten koordiniert, aufzubauen. Die internationale Organisation Cibele, die bereits in der Region arbeitet, soll die Aktivitäten in Nigeria künftig managen.